Eine philosophische Reise von der Oberflächenlosigkeit der Atome zur Demokratie

Physische und soziale Abgrenzungen angesichts allgegenwärtiger Fließender Übergänge


1. Überblick:
Worum geht es in Band 3 ?

Menschen und Tiere können sich in ihren Lebensräumen orientieren, weil sie Dinge, Gestalten und Prozesse wiedererkennen. Die zur Identifikation nötigen Vergleiche gelingen, wenn Gestalten und Prozesse nicht nebulös verschwimmen, sondern „vom Gehirn“ abgegrenzt werden, geschickt. Experimente der Quantenphysik demonstrieren jedoch, dass an sich – unabhängig „vom Gehirn“ – voneinander abgegrenzte Entitäten nicht vor-liegen, sondern überall in Raum und Zeit verfließende Übergänge: mehr oder weniger ähnliche und im ganzen Universum verbundene Dinge und Prozesse. Neurophysiologische Identifikation ist nicht deswegen möglich, weil Identisches vor-liegt, sondern Ähnliches.

Die Naturwissenschaften haben das neurophysiologische Abgrenzen, diesen Primärakt aller lebendigen Orientierung, unter anderem mit der Modellvorstellung von elementaren Teilchen, durch Oberflächen voneinander abgegrenzt, zu großer Effizienz ausgearbeitet. – Aber die im eigentlich Fließenden abgrenzende Komplexitätsreduktion endet mit globaler Komplexitätsreduktion. Physisch mit der Verödung aller Ökosysteme und eintöniger Massenfabrikation, sozial mit Verarmung menschlicher Kontakte und mit Isolierung angesichts elektronischer Kommunikationsmedien, welche die menschliche Komplexität ausschließen.

Der unerschöpfliche Reichtum „körperlicher und geistiger“ Eigenschaften von uns acht Milliarden Menschen zeigt als natürliche Folge der physischen Fließenden Übergänge zwischen und unter uns auch keine an sich gegebenen sozialen Abgrenzungen. Weder zwischen „psychisch Kranken“ und „Gesunden“ noch zwischen Schwarzen und Weißen oder zwischen Christen und Muslimen oder „Familie“ und „Nicht-Familie“.

Um uns jedoch sozial orientieren zu können, uns vergleichen, uns selbst als Individuum und mit anderen Menschen identifizieren oder von ihnen abgrenzen zu können – um dazuzugehören, um nicht ausgegrenzt zu werden –, nehmen wir soziale Abgrenzungen vor: ebenso autonom, geschickt und zweckorientiert wie bei den physischen Abgrenzungen. Insbesondere Abgrenzungen zwischen „die (anderen)“ und „wir“ sowie zwischen „richtigem“ und „falschem“ Verhalten.

Individuelle Ent-Scheidungen und die Notwendigkeit sozialer Identifikation setzen Grenzen, wo – in der bunten Ähnlichkeit und Vielfalt der Art- und Zeitgenossen – an sich keine sind. Ausnahmslos objektiv falsch und für unsere soziale Orientierung unverzichtbar!

Wenn eine Gruppe von Menschen ihre sozialen Abgrenzungen – was ist geboten/erlaubt/verboten? – unter und für sich selbst setzt, dann ist sie „demokratisch“ verfasst. Wenn eine kleine Minderheit alle Abgrenzungen für die gesamte Gruppe festlegt (ohne sich selbst daran halten zu müssen), dann nennen wir die Verfassung „autokratisch“.
Grenzsetzungen werden in Fließenden Übergängen ge-setzt: Fantasiegeburten. Da jeder Mensch seine eigenen Fantasien entwickeln kann – autonom –, zeitigen alle sozialen Grenzsetzungen zwischen Menschen Rechtfertigungsprobleme, was sich in unaufhörlichen Konflikten offenbart. – Mit der Abgrenzung von Eigentum an Land, Vieh, Nutzpflanzen und Menschen – und viel später an Energieträgern und seltenen Erden – begann die Akkumulation sozial-wirtschaftlicher Macht und setzte die Gewalttätigkeit ein bei Konflikten um Grenzen, die im Gefolge der Neolithischen Revolution immer zugleich Eigentums-und-Sozial-Grenzen waren.

Wer Entwicklung, Zweck und Folgen der Abgrenzungen im verbunden-verbindlichen Einen versteht, dem eröffnet sich ein sehr weiter, menschenfreundlicher Horizont. Fantasie vermag nicht nur Grenzen zu setzen, sondern auch zu überwinden.

EINE PHILOSOPHISCHE REISE
VON DER OBERFLÄCHENLOSIGKEIT
DER ATOME ZUR DEMOKRATIE

2. Inhaltsverzeichnis von „Eine philosophische Reise von der Oberflächenlosigkeit der Atome zur Demokratie“

Inhaltsübersicht


3. Band 3 „Eine philosophische Reise von der Oberflächenlosigkeit der Atome zur Demokratie“

Physische und soziale Abgrenzungen angesichts allgegenwärtiger Fließender Übergänge

Autor: Frank Senske

Veröffentlichungsdatum 02.04.2026

Sprache ‏ : ‎ Deutsch

Taschenbuch ‏ : ‎ 128 Seiten

ISBN : ‎ 978-3-384-84805-5

Abmessungen ‏ : ‎ 14,8 x 21 cm

Verkaufspreis ‏ : ‎16 €

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DER ATOME ZUR DEMOKRATIE